Käsekultur in Italien

Haus in der Toskana, BauernhofItalien ist das älteste Käseland Europas, dessen lange Tradition in diesem Bereich auf die alten Römer zurückgeht.

Ihr großer Verdienst war die Kultivierung des Labkäses, also des Käses aus Süßmilch. Diese wird unter Verwendung von Lab aus dem Kälbermagen zum Stocken gebracht wird. Die entstehende Käsemasse wird formbar und gewinnt durch Reifen immer mehr an Festigkeit.

Heute gib es in Italien rund vierhundert verschiedene Käsesorten. Doch nur 32 davon tragen das Siegel DOP (Denominazione d‘Origine Protetta), eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Es legt fest, dass der Käse nur in einer bestimmten Region und nur nach einem fest gelegten Verfahren produziert werden darf.

Auch die verwendete Milch darf nur aus dieser Region stammen. So wird sicher gestellt, dass die Käse immer die gleiche hohe Qualität und den gleichen, unverwechselbaren Geschmack haben. Zu den berühmtesten DOP Käse gehören der Taleggio und der Gorgonzola, ihre Bezeichnung wird streng kontrolliert.
Weniger strikt sind die Italiener bei der Verwendung des Käses. In einem klassischen italienischen Menü findet er so gut wie überall seinen Platz – sei es bei den Antipasti oder in Kombination mit Pasta im Hauptgang. Auch als Zutat der Dolci wird er gerne verwendet, wie etwa bei Birnen mit Gorgonzolafüllung oder einem weiteren italienischen Exportschlager, dem Tiramisù.

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